Presseinformation

27.02.2020

20 Jahre Marienbad

Oberbürgermeister Steffen Scheller sagt: „Das Marienbad ist eine 20jährige Erfolgsgeschichte. Mit der GMF haben wir von Anfang an einen starken Partner an unserer Seite. Es ist uns als Verwaltung ein wichtiges Anliegen, dass sich das Marienbad auch in Zukunft modern und attraktiv für die Besucherinnen und Besucher präsentieren kann.“

Betriebsleiter Jens Grosser, Werkleiter Fred Ostermann, Oberbürgermeister Steffen Scheller und GMF-Projektleiter Thomas Eichhorn schneiden gemeinsam die Geburtstagstorte an.

Am 01. März 2020, fast auf den Tag genau zwei Jahrzehnte nach der Eröffnung, wird im Brandenburger Marienbad mit vielen Akteuren und verschiedenen Programmpunkten der 20. Geburtstag des weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten und beliebten Fun- und Sportbadkomplexes gefeiert. Die Besucherinnen und Besucher werden im Foyer von der Band „Ajaduo“ aus Brasilien mit karibischer Livemusik begrüßt. Im Funbad gibt es die große Jubiläumsparty, bei der sich alles um die Zahl 20 drehen wird. Von 14.00 bis 18.00 Uhr präsentiert das „Team Ecki“ Musik und Unterhaltung für jedermann. Spannende Wettbewerbe im und auf dem Wasser, ein großes Muffin-Essen mit Maskottchen „Balli“ und ein Glücksrad, bei dem die Kinder Teddys gewinnen können, gehören zu den Aktionen. Auf eine Schaumkanone, ein Fotoshooting, eine Luftballontombola mit vielen Preisen, eine große Wasserschlacht, einen Rutschwettbewerb, ein Schaumkusswettessen, die beliebte Wasserballtraube und viele weitere Geburtstagsüberraschungen können sich außerdem vor allem die Kinder freuen. In der 25-Meter-Halle ruft ein großer 2 x 18 m langer Hindernisparcours zum Wettbewerb auf.
Der runde Geburtstag wird aber nicht nur an diesem Tag gefeiert. Das ganze Jahr 2020 steht im Zeichen des Jubiläums, denn immer am 20. eines Monats wird es im Marienbad Aktionen rund um die Zahl 20 geben.


Hintergrundinformationen


Baugeschichte
Bereits seit 1969 existierte am Fuße des Marienberges ein Freibad, das den Namen „Volksbad“ trug. Es wurde in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre abgerissen, um Platz für einen modernen Neubau an gleicher Stelle zu schaffen. Dieser wurde nach 18-monatiger Bauzeit am 02.03.2000 eröffnet. Die Investitionskosten für den aus einem Spaßbad mit Saunabereich, einer 25-Meter-Halle und einem 50-Meter-Außenbecken bestehenden Komplex betrugen damals ca. 28 Mio. DM (rund 14 Mio. Euro). Zusätzlich wurde für ca. 4 Mio. DM (rund 2 Mio. Euro) in unmittelbarer Nähe ein Parkhaus errichtet.
Die Berliner Morgenpost titelte damals „Spaßbaden für 32 Millionen Mark“ und das Brandenburger Wochenblatt (BRAWO) gab anlässlich der Neueröffnung eine Sonderausgabe mit Grußworten von Steffen Reiche, zu jener Zeit Minister für Bildung, Jugend und Sport, und Brandenburgs damaligem Oberbürgermeisters Dr. Helmut Schliesing heraus. Am 27.02.2000 titelte die BRAWO „Am Ende steht ein großes Danke!“. „Eine Vision ist wahr geworden. Für die Bürgerinnen und Bürger der Havelstadt ein modernes Freizeitbad zu errichten, war unser Ziel. Diesem haben wir uns auf einem nicht immer leichten Weg Schritt für Schritt genähert. Vom Marienbad werden spürbare Impulse für den Standort Brandenburg an der Havel ausgehen, der Tourismus erfährt eine weitere Stärkung.“


Das 50-Meter-Becken war in der Anfangszeit noch ein reines Außenbecken ohne Überdachung. Zusammen mit Nichtschwimmer- und Kinderplanschbecken wurde es den Brandenburgerinnen und Brandenburgern im Mai 2000 zur Eröffnung der Freibad-Saison zur Nutzung übergeben.


Von Anfang an erfreute sich das Marienbad weit über die Stadtgrenzen hinaus großer Beliebtheit. Es stellte sich aber relativ schnell auch heraus, dass es aufgrund der hohen Nutzungsrate durch Brandenburger Schwimm- und Wassersportvereine nur wenige Möglichkeiten für die Bevölkerung gab, die 25-Meter-Halle zum Schwimmen zu nutzen. Insbesondere in der kalten Jahreszeit war diese oft für Training und Wettkämpfe belegt. Die Idee, das alte Stadtbad für die Vereine zu reaktivieren wurde schnell verworfen, da es hierfür keine Betriebserlaubnis gegeben hätte. So kam es zu den ersten Überlegungen, das 50-Meter-Becken mit einem Dach auszustatten, um es so auch in den Wintermonaten nutzbar zu machen. Anfang 2002 wurde die Ausschreibung für das sogenannte Cabrio-Dach veröffentlicht. Für die Realisierung des Vorhabens standen 4,3 Mio. Euro zur Verfügung. Bereits am 29. April 2002 begannen die Bauarbeiten mit dem Setzen einer Spundwand, um den Hang zum Marienberg zu sichern. Am 6. März 2004 wurde das Cabrio-Dach offiziell eingeweiht.

Besucherzahlen
Seit seiner Eröffnung konnte das Marienbad bis Ende des Jahres 2019 etwa 6,5 Mio. Besucherinnen und Besucher begrüßen. Die Statistik weist 2001 mit 373.815 Gästen als bisher besucherstärkstes Jahr aus. Nach 2007, als der Besucherzuspruch auf ähnlich hohem Niveau war, entwickelten sich die Zahlen kontinuierlich rückläufig. Durch intelligente Marketingmaßnahmen gelang es im Jahr 2018, den Abwärtstrend zu stoppen. Im vergangenen Jahr wurden 311.351 Besucherinnen und Besucher gezählt. Auch die positive Entwicklung der Stadt Brandenburg an der Havel in Bezug auf Bevölkerungswachstum und Zuzug trägt zu einer Erhöhung der Besucherzahlen bei. Weitere Anstrengungen und Investitionen werden jedoch notwendig sein, um das Marienbad auch in Zukunft zu einem der beliebtesten Ausflugsorte der Stadt Brandenburg an der Havel und des Umlandes zählen zu können.

Betriebsführung und Personal
Am Tage der Eröffnung bestand das Personal aus erfahrenen Profis, die schon im ehemaligen Volksbad und im Stadtbad am Alfred-Messel-Platz arbeiteten. Als Werkleiter wurde durch die Stadt Brandenburg an der Havel Fred Ostermann eingesetzt.


Die Betriebsführung des Marienbades wird seit seiner Eröffnung sehr erfolgreich durch die GMF GmbH & Co. KG aus Neuried bei München in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Brandenburg an der Havel realisiert. Die GMF gilt seit über 30 Jahren als erfahrener Betreiber von Freizeitbädern, Thermen und Wellnessanlagen. Sie betreibt mittlerweile 22 Bäder und Hotels in Deutschland, Österreich und Tschechien. Der Betriebsleiter Jens Grosser sowie die stellvertretenden Betriebsleiter Kornelia Haupt und Heiko Bergemann sind seit Beginn bis zum heutigen Tage für das Marienbad tätig.


Das Marienbad und das durch einen externen Betreiber (Rauh & Rauh GmbH) bewirtschaftete Bistro beschäftigen gemeinsam etwa 75 Angestellte, darunter auch geringfügig Beschäftigte, Auszubildende, Werkstudenten und Praktikanten. Das Marienbad und das Bistro sind somit wichtige Arbeitgeber in der Stadt.

Sonstiges
Etwa 15.000 Kinder lernten im Marienbad seit der Eröffnung Schwimmen. Nahmen anfänglich etwa 200 Menschen jährlich an Aqua-Fitness-Kursen teil, so hat sich die Teilnehmerzahl in den 20 Jahren bis heute auf etwa 2.000 Personen verzehnfacht.


Der Kinderklub „Balli-Kids-Klub“ wurde im Jahr 2018 ins Leben gerufen und zählt mittlerweile über 250 Mitglieder. Namensgebend für den Klub ist das Marienbad-Maskottchen „Balli“, mit dem die Kids auf diversen Kinderfesten feiern und Spaß haben.


Interessante Veranstaltungen, wie die Meerjungfrauen-Schule, Unterwasser-Fotoshootings, Slackline-Events, Kinderfeste, Saunaabende mit Livemusik, kulinarische Themenabende in der Saunalandschaft sowie diverse sportliche Events und Wettkämpfe, Aqua-Fitness-Kurse mit über 600 Teilnehmenden bereichern das Angebot des Marienbades genauso, wie auch verschiedenen Aktionen, zu denen u.a. die beliebte XXL-Bonuskarte für Stammkunden zählt.
Seinen Namen verdankt das Marienbad der vor einigen Jahren verstorbenen Brandenburgerin Margot Römpler. Kurz vor der Jahrtausendwende, als im Rahmen eines Wettbewerbes nach einem einprägsamen Namen für das gerade neu entstehende Fun- und Sportbad gesucht wurde, setzte sie sich mit ihrem Vorschlag durch.