Presseinformation

26.08.2004

Behindertengerechter Zugang durch Fahrstuhl nun möglich

Farbenfroh und metallglänzend präsentiert sich seit einiger Zeit die Südfassade des Gebäudes der Stadtverwaltung in der Neuendorfer Straße 90. Ende Juli 2004 wurde nach mehrmonatiger Bauzeit ein behindertengerechter Personenaufzug für die Nutzung frei gegeben. Gleichzeitig entstand mit dem Anbau eine Außentreppe, die nun den erforderlichen 2. Rettungsweg gewährleistet.

 

Gemeinsam mit den betroffenen Brandenburgerinnen und Brandenburgern freut sich Katrin Tietz, Behindertenbeauftragte der Stadt, dass der von ihr zusammen mit dem Behindertenbeirat seit längerem geforderte behindertengerechte Zugang für das Verwaltungsgebäude am Nicolaiplatz durch den Anbau des Fahrstuhls nun realisiert wurde. "Damit haben unsere mobilitätseingeschränkten Mitmenschen nun die Möglichkeit, ohne fremde Hilfe nicht nur mich in meinem Büro aufzusuchen, sondern auch an der Bürgersprechstunde der Oberbürgermeisterin teil zu nehmen sowie die Sprechzeiten der  Ämter auf den verschiedenen Etagen hier im Haus zu nutzen. Damit sind wir wieder einen wichtigen Schritt in Richtung einer behindertenfreundlichen Verwaltung voran gekommen."

 

Zur Realisierung der Baumaßnahme musste zunächst ein eingeschossiges Nebengebäude abgerissen werden. Dazu gehörte das damalige Heizhaus mit der alten Feststoffheizungsanlage, der 14,50 Meter hohe Schornstein und das Kohlelager. Die Tiefenenttrümmerung  des ehemaligen Heizhauses verzögerte sich jedoch um ca. 2. Monate, da der staatliche Munitionsbergungsdienst vermutete, dass drei Trümmerflächen mit Kampfmitteln belastet sind und erst noch weitere Gefahrenerkundungs-/ Kampfmittelräumungsmaßnahmen erforderlich waren. Aus diesem Grund konnte erst zum 13.10.2003 Baufreiheit hergestellt werden.

 

Nach Entfernen des Altputzes am Giebel des Hauses 1 musste festgestellt werden, dass durch Kriegseinwirkungen zusätzliche Maßnahmen zur Sanierung des vorhandenen Giebels erforderlich sind, um eine feste Verbindung des Anbaues zur vorhandenen Bausubstanz zu gewährleisten. Das erforderte eine Verzahnung und Vernagelung des Giebels als zusätzliche Leistung. Dadurch entstand eine weitere Verzögerung von ca. vier Wochen gegenüber dem Ablaufplan. Und im Monat Dezember 2003 verursachten witterungsbedingte Einflüsse einen weiteren Verzug um einen Monat. Somit konnte der Einbau der Personenaufzugtechnik erst im Februar 2004 erfolgen. Die TÜV-Abnahme erfolgte am 23.06.2004, die Bauabnahme am 30.07.2004. Seit diesem Zeitpunkt ist der Personenaufzug betriebstüchtig und kann während der Öffnungszeiten der Verwaltung genutzt werden.

 

Die Baukosten für den Anbau des Personenaufzuges belaufen sich auf ca. 130.000 Euro.