Presseinformation

26.04.2007

Denkmal des Monats Mai 2007: Sankt-Annen-Promenade in Brandenburg an der Havel

Die Sankt-Annen-Promenade in Brandenburg an der Havel wird durch die AG „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg im Mai 2007als „Denkmal des Monats“ gekürt. Wie bereits in den Vorjahren, lehnt sich die Arbeitsgemeinschaft dabei an das Motto der Kulturlandkampagne des Landes Brandenburg an, welche in diesem Jahr dem Thema „Wasser“ gewidmet ist. Dementsprechend erfahren ausgewählte Denkmale, die mit Wasser in einem engen Zusammenhang stehen, eine besondere Würdigung.

 

Die Festveranstaltung zur Auszeichnung der Sankt-Annen-Promenade findet am 11. Mai 2007 ab 12.00 Uhr statt. Treffpunkt ist am Steintorturm, wo Oberbürgermeisterin Frau Dr. Tiemann die Gäste begrüßen und die Auszeichnungsurkunde für das „Denkmals des Monats“ entgegennehmen wird. Anschließend werden Torsten Volkmann, Referent des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege, und Landschaftsarchitektin Anja Brückner bei einem geführten Spaziergang über die gartendenkmalpflegerischen Besonderheiten sowie die Planung und Rekonstruktion der Anlage informieren, bevor die Gäste ein kleiner Imbiss im Grünen erwartet.

 

 

Zur Geschichte der Sankt-Annen-Promenade und ihrer Sanierung:

 

Die Stadt Brandenburg an der Havel verdankt nicht nur ihre Entstehung der Lage am Wasser. Das Wasser diente auch Jahrhunderte lang als Schutz- und Transportmittel. Die Sankt-Annen-Promenade gibt noch heute Zeugnis davon, entwickelte sie sich doch entlang der Stadtmauer aus einer schmalen Fläche zwischen dem Wehrgraben, der die Brandenburger Neustadt umfloss, und der Stadtmauer. Die Stadtmauer und ihre Böschung wurden auf dem Aushub dieses Grabens angelegt. Um 1837 erfolgte die Befestigung der Uferfläche, die darauf befindliche Grünanlage besteht seit 1843. Im Jahr 1843 erhielt die Promenade eine heute noch in Teilen erhaltene Lindenpflanzung. Seit 1846 erfolgten verschiedene Durchbrüche in der Stadtmauer um dahinter liegende Grundstücke mit der Promenade zu verbinden oder Wohngebäude in der Stadtmauerflucht mit Vorgärten zu errichten.

 

Trotz verschiedener Veränderungen und Umgestaltungen im 19. und 20. Jahrhundert hat sich der ursprüngliche Gesamteindruck der Promenade grundsätzlich erhalten. Mit der denkmalgerechten Sanierung (Nov. 2004 – Mai 2006) dieses einzigartigen historischen Grünraumes wurden die baulichen, gärtnerischen und funktionalen Defizite beseitigt. Die neu geschaffenen Stege und Plattformen ermöglichen an verschiedenen Stellen den direkten Zugang zum Wasser. Mit der Sanierung erfolgte die Wiederherstellung des Promenadenweges, der Böschungsstützmauern und der Wegeeinfassungen, die Ufersicherung und die Sicherung des historischen Gehölzbestandes. Neben der Herstellung von behindertenfreundlichen Rampen und der Ausstattung mit Laternen, erfolgte die Sanierung der vorhandenen Treppenanlagen. Ca. 1 Mio. EUR konnten für die Rekonstruktion aus dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ bereitgestellt werden.