Presseinformation

30.04.2008

Erfolgreiche Informationsveranstaltung zum Thema Unternehmensnachfolge

Am Dienstag, 29.04.2008, hatte Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann ältere Unternehmensinhaber aus der Stadt Brandenburg an der Havel zu einer Informationsveranstaltung in das Technologie- und Gründerzentrum geladen. Zahlreiche Unternehmer folgten dieser Einladung.

 

Ziel war, die Unternehmensinhaber noch stärker für das Thema Unternehmensnachfolge zu sensibilisieren und über entsprechende Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren. Wie wichtig diese Thema ist, wird schon allein durch die Tatsache verdeutlicht, dass im Land Brandenburg gegenwärtig Beschäftigungsabbau mehr durch Betriebsschließungen als durch den Abbau in bestehenden Unternehmen stattfindet. In jedem 10. Betrieb ist der Inhaber 60 Jahre alt oder älter. Diese Landestendenz gilt natürlich auch für den Wirtschaftsstandort Brandenburg an der Havel.

 

Unterlegt wurde die Situation mit Zahlen durch eine vom Land in Auftrag gegebene Studie, deren Ergebnisse bei der Veranstaltung von Autoren der Studie vorgestellt wurden. Eine Wirtschaftsprüferin machte auf die derzeit unbefriedigende Erbschaftssteuergesetzgebung aufmerksam, die die Unternehmen stark verunsichert. Der anwesende Vertreter der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam (MBS) informierte zu den Möglichkeiten, aber auch zu den Risiken einer Nachfolgefinanzierung.

 

Die Fachhochschule Brandenburg (FHB) und die IHK Potsdam stellten im weiteren Verlauf der Informationsveranstaltung die konkreten Netzwerke, Unterstützungsmöglichkeiten und Ansprechpartner bei Unternehmensnachfolgen vor. Bei der FHB hat das Thema Eingang in alle Studienrichtungen gefunden, um so auch junge Absolventen für eine Existenzgründung als Übernehmer im Rahmen einer Unternehmensnachfolge zu interessieren.

 

Die anwesenden Unternehmen selbst sprachen sehr offen ihre Nachfolgesituation an und berichteten über ihre Erfahrungen. Dabei wurde deutlich, dass dieser Prozess in kein Schema eingepasst werden kann, sondern jede Nachfolge sehr individuell auf die beteiligten Partner zugeschnitten organisiert sein muss. Einigkeit bestand darüber, dass eine Unternehmensnachfolge sehr langfristig vorbereitet werden sollte und davon ausgegangen werden muss, dass sie kaum in weniger als zwei oder drei Jahren zu bewältigen ist. Sie kann auch bis zu fünf oder sieben Jahren andauern.