Presseinformation

22.02.2010

Frösche und Molche sind auf Wanderung

Mit Beginn der milden Temperaturen verlassen Frösche, Kröten und Molche ihre Winterquartiere und wandern zu ihren Laichgewässern. Dabei müssen sie innerhalb des Stadtgebietes viele Straßen überqueren.

 

In Bereichen, wo mit einer größeren Zahl von Tieren zu rechnen ist, die eine Straße passieren wollen, werden Warnschilder aufgestellt. Über einige Straßen, wie die Froschallee in Kirchmöser, ist die Wanderaktivität so hoch, dass dort die Geschwindigkeit für Fahrzeuge aller Art auf Tempo 30 in der Zeit von 18:00 bis 06:00 Uhr während der Wanderzeit beschränkt wird. Die Wusterwitzer Straße wird ab 1. März 2010 für den Durchgangsverkehr gesperrt.

 

Diese Maßnahmen dienen dem Schutz der wandernden Amphibien, die in Deutschland streng geschützt sind. Einige der in Brandenburg an der Havel vorkommenden Arten wie die Knoblauchkröte und der Moorfrosch sind weiterhin auch europaweit geschützt.

 

Die Warnschilder und die Tempo 30 Zone werden ab Anfang März eingerichtet. Der Abbau der Warnschilder erfolgt je nach Witterungsverlauf voraussichtlich Ende April. Die Temporeduzierung in der Froschallee und die Sperrung der Wusterwitzer Straße soll bis Ende September erfolgen, um auch die Rückwanderung der Jungtiere zu schützen.

 

In der Anton-Saefkow-Allee wird auch im diesem Jahr ein mobiler Amphibienschutzzaun aufgebaut. Dieser Zaun hindert die Tiere daran, auf die Straße zuwandern, sie werden in eingegrabene Fanggefäße geleitet. Diese Fanggefäße werden einmal täglich von Mitarbeitern des Krugparks und der BAS kontrolliert und gefangene Tiere über die Straße getragen.

 

Bürger werden in den gekennzeichneten Bereichen gebeten, Rücksicht auf die wandernden Amphibien zu nehmen und das Fahrverhalten entsprechend an zupassen. 

 

Für Fragen und Hinweise zum Amphibienschutz stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der unteren Naturschutzbehörde (Tel.: 58-3128, 58-3101) zur Verfügung.