Presseinformation

19.12.2019

Führung zum Thema „Sozialdemokratische Reformpolitik im Wohnungsbau und Stadtplanung in der Zeit der Weimarer Republik“

Krematorium mit Hauptfriedhof nach dem Entwurf von Moritz Wolf, Foto: Stadtmuseum Brandenburg
Blick in den umbauten Hof der Wohnanlage in der Fouquéstraße, um 1929, Foto: Stadtmuseum Brandenburg

Am Sonntag, dem 29.12.2019 findet um 15.30 Uhr eine Führung unter dem Thema „Sozialdemokratische Reformpolitik im Wohnungsbau und Stadtplanung in der Zeit der Weimarer Republik“ in der Sonderausstellung „Enttäuschung Hoffnung Sehnsucht“ im Stadtmuseum Brandenburg an der Havel statt.

Als stärkste politische Kraft bestimmten die Sozialdemokraten seit der ersten demokratischen Wahl 1919 die Politik jener Jahre, auch in der Stadtregierung. Daher machten sie die Lösung der Wohnungsprobleme zu ihrer Hauptaufgabe.

Nicht wegzudenken für die Stadtentwicklung waren die beiden Stadtbauräte Moritz Wolf und Karl Erbs. Der „Traditionalist“ Wolf war beispielsweise verantwortlich für die Kleinhaussiedlung Wilhelmshof, das Freibad am Grillendamm und das Krematorium am Marienberg. Karl Erbs verkörperte mehr die vom Bauhaus inspirierte, „moderne“ Strömung der 1920er Jahre. Von ihm stammen unter anderem die Pläne für die Erwerbslosensiedlung in der Klingenbergstraße. Schließlich entstanden in dieser Ära weitere, durch die Reformpolitik geförderte Sozial-, Freizeit- und Infrastruktureinrichtungen wie das Wohlfahrtsforum mit dem Stadtbad.

Begleiten Sie uns im Museum auf einen fotografischen Spaziergang durch die Stadt.