Presseinformation

29.03.2007

Gemeinsames Glockenläuten zum Gedenken

Mit einem gemeinsamen Glockenläuten soll am Sonnabend, 31.03.2007, um 09.31 Uhr an die Zerstörung großer Teile der Brandenburger Innenstadt am Ende des II. Weltkrieges erinnert und der zahlreichen Opfer gedacht werden.

 

Um ein angemessenes Gedenken zu dokumentieren, hatte Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann vor einiger Zeit mit den Pfarrern Teubner und Rupprecht besprochen, dass die Kirchenglocken von St. Katharinen, St. Gotthardt, St. Nikolai sowie des Domes St. Peter und Paul, der Katholischen Kirche Heilige Dreifaltigkeit und des St. Pauliklosters genau 62 Jahre nach dem Beginn der Bombardierung für die Dauer von fünf Minuten gemeinsam geläutet werden.

 

Von allen Bombardierungen während des II. Weltkrieges war die vom 31. März 1945 die bis dahin schwerste für die Zivilbevölkerung. 250 US-amerikanische Bomber zerstörten in 22 Minuten 96 Wohnhäuser und 69 weitere wurden beschädigt. Wichtige historische und stadtbildprägende Bauten, wie die Johanniskirche und die Saldria, wurden Opfer der Zerstörungen.  Anders als bei früheren Angriffen, die sich hauptsächlich gegen die Rüstungsindustrie und die Eisenbahnlinien richteten, waren bei diesem Angriff die Zivilbevölkerung und die kulturelle Substanz betroffen. Die schreckliche Bilanz: 571 Tote, 251 Verletzte und 2.100 Obdachlose. Zu den Toten zählten auch zahlreiche Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene, darunter auch aus den USA. Die meisten Toten fanden ihre letzte Ruhestätte in einem Massengrab am Marienberg, unterhalb der Kriegsgräberstätte.