Presseinformation

25.07.2017

Steigender Bedarf an Pflegefachkräften auch in der Havelstadt

Innerhalb des Clusters Gesundheitswirtschaft trafen sich am 24.07.2017 auf Einladung von Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann sowie der Fachgruppe Wirtschaftsförderung Vertreter/-innen der Altenpflege im Lighthouse, um gemeinsam über Wege aus dem Fachkräftemangel zu diskutieren. Nach der Begrüßung durch die Oberbürgermeisterin gab zunächst Anja Walter von der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH einen kurzen Überblick über die Entwicklung der pflegebedürftigen Personen in Brandenburg an der Havel in den letzten zehn Jahren und prognostizierte auch für die Zukunft einen weiteren Anstieg und somit auch einen steigenden Fachkräftebedarf. Darauf, so die Oberbürgermeisterin, gilt es sich einzustellen und mit geeigneten Maßnahmen zu reagieren.


Für eine Ausbildung im so genannten Ausbildungsverbund warb Herr Georg Wolter, Geschäftsführer der Spezialmaschinen und Ausbildungs GmbH (SPEMA). Unternehmen des Clusters Metall kooperieren seit Jahren erfolgreich mit seinem Unternehmen, indem sie die Lehrlingsausbildung in die Hände der SPEMA legen. Auch in der Altenpflege wird diese Art der Ausbildung innerhalb der Stadt bereits praktiziert. Sabine Pekrul stellte den Anwesenden in ihrer Funktion als Leiterin die Altenpflegeschule der Städtischen Klinikum Brandenburg GmbH vor. Seit 2015 werden dort Nachwuchs-Fachkräfte in diesem Bereich ausgebildet. Die Schule kooperiert dabei bereits mit 20 Unternehmen aus der Stadt bzw. Region. Maximal 28 Auszubildende können hier den Beruf der Altenpflegerin/des Altenpflegers erlernen. Leider, so die Anwesenden, wird diese Anzahl jährlich bei Weitem nicht ausreichen, um den perspektivischen Fachkräftebedarf zu decken. Deshalb muss über eine mögliche Erhöhung der Anzahl an Ausbildungsplätzen nachgedacht werden. Eine weitere Alternative könnte zudem die berufsbegleitende Ausbildung sein, um bisherige Hilfskräfte zu Fachkräften zu qualifizieren. In einem ersten Schritt soll dafür in den kommenden Wochen der Fachkräftebedarf in der Altenpflege genau quantifiziert werden, um daraus konkrete Maßnahmen für die Havelstadt abzuleiten.